Karin Prien nach Gewalttat auf CSD: Angriff auf offene Gesellschaft

Karin Prien nach Gewalttat auf CSD: Angriff auf offene Gesellschaft
Am späten Samstagabend raste ein Auto am Rande des Berliner CSD in eine Menschenmenge. Im Tiergarten wurden ein Mensch getötet und zahlreiche Personen verletzt, einige davon lebensgefährlich. Die Politik reagiert bestürzt.

Berlin (epd). Bundesfamilienministerin Karin Prien hat ihre große Betroffenheit über die Gewalttat am Rande des Christopher Street Day in Berlin offen zum Ausdruck gebracht. „Der Anschlag erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die nun Angst und Trauer erleben“, erklärte die CDU-Politikerin am Sonntag in Berlin: „Ich danke den Einsatzkräften, die schnell und entschlossen geholfen haben.“

Wer Menschen angreife, die für Vielfalt, Freiheit und gegenseitigen Respekt einstehen, „greift uns alle an - unsere offene und tolerante Gesellschaft und damit das Herz unserer Demokratie“, fügte Prien hinzu.

Dobrindt: „Feige, abscheuliche Attacke“

Am späten Samstagabend wurden im Tiergarten in Berlin am Rande der Christopher-Street-Day-Parade mehrere Personen von einem Pkw angefahren. Wie die Berliner Polizei am Sonntag auf X mitteilte, wurden nach aktuellem Stand eine Person getötet und 17 Menschen verletzt, mehrere davon lebensgefährlich. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gebe es mindestens einen Tatverdächtigen.

Zuvor hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärt: „Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten.“ Sein ausdrücklicher Dank gelte den Einsatzkräften. „Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden“, so Dobrindt weiter.

Unter dem Motto „Haltung ist hot“ hatten beim 48. Christopher Street Day in Berlin am Samstag Hunderttausende für Menschenrechte und Vielfalt demonstriert. Dabei wurde unter anderem mehr Sicherheit für queere Menschen gefordert. Vor Beginn der Pride-Parade wurde an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die Veranstaltung wurde nach dem Vorfall abgebrochen.