Leipzig (epd). Das veränderte Zusammenspiel von Hoch- und Tiefdruckgebieten trägt laut einer Leipziger Studie erheblich zur sommerlichen Dürre in Europa bei. Zu den Ursachen dieser „Änderungen atmosphärischer Zirkulationen“ gebe es jedoch noch „erhebliche Unsicherheiten“, erklärte der Autor der Studie, Istvan Dunkl vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig, in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Für die neue Studie untersuchten Forschende der Universität Leipzig die Ursachen der überdurchschnittlich starken sommerlichen Austrocknung der Böden und der steigenden Temperaturen in Europa. Die Veränderungen typischer Wetterlagen und Muster seien für rund 55 Prozent des sommerlichen Dürretrends verantwortlich, hieß es.
Veränderte atmosphärische Zirkulation
Fest stehe, dass es mehr und länger andauernde Sommerhochs gebe. Diese sorgten für stabiles, trockenes und heißes Wetter. Zugleich gebe es weniger Tiefs, die Regen bringen. Die Ursachen der überdurchschnittlichen Zunahme von Temperaturen und Dürre im Sommer sind nach Ansicht des Leipziger Forscherteams aber noch nicht vollständig geklärt.
Zum einen sei die Hitze eine direkte Folge des Klimawandels: Die erhöhte Konzentration an atmosphärischem Kohlendioxid habe den Energiehaushalt der Erde verändert. Der damit einhergehende Anstieg der Temperaturen sorge für eine stärkere Austrocknung der Böden. Zum anderen entstünden feuchte beziehungsweise trockene Sommer durch Variabilität in der atmosphärischen Zirkulation. Während die Mechanismen hinter den direkten Effekten der Erderwärmung verstanden seien, müsse zu den Zirkulationsänderungen weiter geforscht werden, hieß es.



