Mutmaßliche Anführer des "Königreichs Deutschland" angeklagt

Mutmaßliche Anführer des "Königreichs Deutschland" angeklagt

Karlsruhe, Düsseldorf (epd). Die Bundesanwaltschaft hat gegen vier mutmaßliche Anführer der „Reichsbürger“-Gruppe „Königreich Deutschland“ Anklage erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, sich als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung mitgliedschaftlich betätigt zu haben, teilte die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mit. Es gehe unter anderem um Steuerhinterziehung in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Anklage wurde vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben.

Das „Königreich Deutschland“ halte sich für einen souveränen Staat im Sinne des Völkerrechts und strebe an, sein behauptetes „Staatsgebiet“ auf die Grenzen des Deutschen Reiches des Jahres 1871 zu erstrecken, hieß es. Ziel der Gruppierung sei es, das System der Bundesrepublik Deutschland durch ein eigenes zu ersetzen. Finanziert habe sich die Vereinigung durch unerlaubte Bank- und Versicherungsgeschäfte sowie über Spenden, Geschenke und kostenpflichtige Seminare.