UN: Hunger geht weltweit zurück

UN: Hunger geht weltweit zurück
Der Welternährungsbericht der Vereinten Nationen weist positive Trends aus - auch für den afrikanischen Kontinent. Die Prognosen sind allerdings auch wegen der aktuellen Weltlage pessimistisch.

Rom (epd). Der Hunger auf der Welt geht laut den Vereinten Nationen weiter zurück. Im Jahr 2025 hatten nach Schätzungen 7,8 Prozent der Weltbevölkerung nicht genug zu essen. 2024 lag die Schätzung noch bei 8,1 Prozent, 2022 bei 8,6 Prozent. Das geht aus dem Welternährungsbericht hervor, der am Dienstag in Rom vorgestellt wurde.

Im vergangenen Jahr hungerten dem Bericht zufolge weltweit zwischen 608 und 696 Millionen Menschen, 14 Millionen weniger als 2024. Auch wenn diese Zahl voraussichtlich weiter sinken werde, könnten den Forscherinnen und Forschern zufolge im Jahr 2030 immer noch zwischen 510 und 520 Millionen Menschen an Hunger leiden, 56 Prozent davon in Afrika.

Verbesserungen in Afrika

Ursprüngliches Ziel der Weltgemeinschaft war es, den Hunger weltweit bis 2030 zu überwinden. „Die jüngsten Ereignisse, darunter der Nahostkonflikt von 2026, drohen durch ihre Auswirkungen auf Afrika und Asien die Fortschritte bei der Erreichung des Ziels zu untergraben“, heißt es im Bericht.

Eine stetige Verbesserung für die Bevölkerung sei in den vergangenen Jahren vor allem in Asien, Lateinamerika und in der Karibik zu verzeichnen. Auch in Afrika sei die langjährige Zunahme der Zahl der Hungernden zum Stillstand gekommen. Dennoch weist der Kontinent zum ersten Mal mit 309 Millionen die regional größte Zahl an Menschen auf, die zu wenig zu essen haben, gefolgt von Asien (292 Millionen).

Der Bericht wird von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO zusammen mit dem Welternährungsprogramm, dem Kinderhilfswerk Unicef, der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung IFAD vorgelegt.