Berlin (epd). Die Berliner Polizei erlebt seit dem Hissen der Regenbogenflagge vor ihrem Präsidiumsgebäude am Platz der Luftbrücke offenbar zahlreiche Anfeindungen. Die anlässlich der Pride-Week am Mittwoch aufgezogene Regenbogenfahne habe zu „intensiven Diffamierungen, Hass und Hetze“ in den sozialen Medien gegen die Polizei geführt, teilte das Netzwerk queerer Angehöriger in Polizei, Justiz und Zoll am Freitag in Berlin mit. Betroffen war demnach vor allem die Facebook-Seite.
Der Berliner Christopher Street Day, kurz CSD, wird in diesem Jahr am 24. und 25. Juli begangen. Die Berliner Polizei hisst laut Verein lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin-Brandenburg seit 2008 alljährlich die Regenbogenflagge anlässlich des CSD.
Zeichen für Vielfalt in der Gesellschaft
Marco Klingberg, Landesvorsitzender des Vereins, erklärte, die Polizei setze damit ein sichtbares Zeichen in die Polizeibehörde und in die queere Community hinein für eine vielfältige Gesellschaft, gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Queerfeindlichkeit. Das Hissen der Regenbogenfahne vor einer Polizeidienststelle bedeute dagegen nicht, dass die Polizei Berlin damit gegen das Neutralitätsgebot verstoße oder einer Ideologie nachhänge.




