Akademie Loccum nimmt Fragen von Krieg und Frieden in den Blick

Akademie Loccum nimmt Fragen von Krieg und Frieden in den Blick
Im Juni hat die renommierte Evangelische Akademie Loccum ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert. Im September nimmt der Tagungsbetrieb wieder Fahrt auf: mit Veranstaltungen zum Strafrecht bei Kriegsverbrechen sowie zur Migration und zur Klimakrise.

Loccum (epd). Fragen von Krieg und Frieden, der Migration und des Klimawandels stehen in den nächsten Monaten im Mittelpunkt bei der Evangelischen Akademie Loccum bei Nienburg. So gehört eine Tagung zur strafrechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechen vom 18. bis 20. September zu den zentralen Veranstaltungen der Bildungsstätte im zweiten Halbjahr 2026, wie aus dem neuen Halbjahresprogramm hervorgeht.

Eine Tagung im November beschäftigt sich mit der Frage, wie in Deutschland angesichts hybrider Angriffe ein zeitgemäßer Zivilschutz aufgebaut werden kann. Anfang Dezember geht es um die „Europäische Ukrainepolitik in Zeiten transatlantischer Entfremdung“.

Innenstädte als Sorgenkinder

Insgesamt listet das neue Programm 23 Tagungen auf. Eine von ihnen fragt im Dezember: „Was hält eine postmigrantische Gesellschaft zusammen?“ Angesichts zahlreicher zugewanderter Menschen geht es dabei um Vielfalt, Zugehörigkeit, Bindekräfte und neue Formen der Identität. Tagungen im September und November beleuchten die Lebenswelten junger Musliminnen und Muslime sowie der rund eine Million Kurdinnen und Kurden in Deutschland.

Im September denkt die Akademie über das Thema „Anders leben im Klimawandel nach“. Hinzu kommen Tagungen zur Klimagerechtigkeit, zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Artenvielfalt in privaten und öffentlichen Gärten. Das Halbjahresprogramm startet am 14. September mit der Tagung „Ins Singen bringen“, die sich an eine kirchliche Zielgruppe wendet.

Rund 5.000 Besucher im Jahr

Loccum gehört zu den ältesten und renommiertesten unter den 16 evangelischen Akademien in Deutschland. Zu den Tagungen kommen jährlich rund 5.000 Besucherinnen und Besucher. Anfang Juni feierte die Einrichtung ihr 80-jähriges Bestehen.