Versicherer R+V: Deutlich weniger Geldautomaten gesprengt

Versicherer R+V: Deutlich weniger Geldautomaten gesprengt

Wiesbaden (epd). In den vergangenen zwei Jahren sind laut einer Statistik der R+V Versicherung fast 70 Prozent weniger Geldautomaten geknackt worden. Der Einsatz von modernen Geldfärbesystemen, automatischen Vernebelungsanlagen und Pavillons aus Stahlbeton hätten zu dem Rückgang geführt, erklärte die R+V am Montag in Wiesbaden.

In 2023 stellte die R+V noch einen Höchststand von mit festen Explosivstoffen gesprengten Geldautomaten fest. Zuvor sei vor allem Gas benutzt worden. Angriffe mit Festsprengstoff beschädigten nicht nur den Geldautomat, hieß es weiter. Die Explosionen könnten durch ihre Wucht auch Glasfronten und Mauerteile durch die Luft schleudern. Durch solche Verbrechen würden Bewohner aus benachbarten Wohnungen gefährdet.

Neues Geldfärbesystem wirkt

Besonders die neuen Geldfärbesysteme hätten zu dem Erfolg der Prävention beigetragen, betonte Friedrich Schneider, Risikoberater bei der R+V: „Die modernen Systeme werden durch die Sprengung ausgelöst. Dann verteilt sich die Farbe und die Geldscheine werden unbrauchbar.“ Zuvor funktionierten Geldfärbesysteme nur zuverlässig bei mechanischen Angriffen.

„Auch wenn wir jetzt eine sehr positive Bilanz ziehen können, dürfen wir uns in Sachen Prävention nicht zurücklehnen“, räumte Schneider ein: „Die Bankräuber werden nach neuen Wegen suchen, um an das Geld zu kommen.“