Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben gestellt

Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben gestellt
Die deutschen Atommüllzwischenlager wurden für 40 Jahre genehmigt. Sie müssen aber länger in Betrieb bleiben, weil sich die Endlagersuche länger hinzieht als geplant. Nun beginnt das Verfahren für eine verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben.

Gorleben (epd). Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat am Montag den Antrag für eine verlängerte Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll in Gorleben gestellt. Damit startet das Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz, wie das Unternehmen mitteilte. Genehmigungsbehörde ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung.

Die BGZ beantrage eine auf 20 Jahre befristete Aufbewahrungsgenehmigung, führte ein Unternehmenssprecher aus. Die Genehmigung für das Zwischenlager in Gorleben läuft 2034 nach dann 40 Betriebsjahren aus. Weil sich die Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle deutlich länger hinziehen wird als das im Gesetz angepeilte Jahr 2031, müssen Gorleben und die 15 anderen Zwischenlager, die alle für einen Zeitraum von 40 Jahren genehmigt wurden, ebenfalls deutlich länger in Betrieb bleiben.

In Gorleben lagern 113 Castoren

In Gorleben lagern 113 Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll. Bei den Abfällen handelt es sich um verbrauchte Brennstäbe aus Atomkraftwerken und Rückstände aus der Wiederaufarbeitung. Die Castoren waren in insgesamt 13 Transporten zwischen 1995 und 2011 begleitet von massenhaftem Protest in das Zwischenlager gebracht worden.