DLRG: Mehr tödliche Badeunfälle während der extremen Hitzeperiode

DLRG: Mehr tödliche Badeunfälle während der extremen Hitzeperiode
Wegen der extremen Hitze der vergangenen Tage suchten viele Menschen Abkühlung in Seen und Flüssen. Doch 26 von ihnen bezahlten das mit ihrem Leben. Lebensretter appellieren an die Menschen, nur bewachte Badestellen zu nutzen.

Bad Nenndorf (epd). Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage zieht die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eine traurige Bilanz. „Leider ist es am vergangenen Wochenende zu vielen Unfällen in den Gewässern gekommen. In der Folge verloren mehr Menschen im Wasser ihr Leben als üblich“, sagte am Montag Pressesprecher Martin Holzhause dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Lebensretter gingen bezogen auf den Zeitraum von Freitag bis Sonntag von bundesweit mindestens 26 Toten und Vermissten bei Badeunfällen in den Gewässern aus. „Am Donnerstag waren es bereits mindestens sieben tödliche Unglücke“, ergänzte Holzhause. Alle Personen seien männlich gewesen. „Das zeigt erneut, dass es vor allem Männer sind, die Gefahren für Leib und Leben verkennen und sich selbst überschätzen“, mahnte Holzhause.

Fast alle Unfälle an Seen und Flüssen

Mit Ausnahme eines Falls hätten sich alle Unfälle in Seen und Flüssen ereignet. So ertrank am Samstag in Hannover ein achtjähriger Junge in einem Badesee bei Hannover. In Bremen kam ein 22-jähriger Nichtschwimmer im tiefen Gewässer eines Sees ums Leben.

Die DLRG appellierte daher an die Menschen, möglichst nur bewachte Badestellen aufzusuchen. „Insbesondere die Schwimmbäder sind viel sicherer als die Freigewässer, wo keine Rettungskräfte vor Ort sind.“