Vorerst weiter kein AfD-Landrat in Brandenburg

Vorerst weiter kein AfD-Landrat in Brandenburg
Der Amtsinhaber der SPD hat sich in der Landrats-Stichwahl in Ostprignitz-Ruppin gegen den Kandidaten der AfD durchgesetzt. Die nächsten regulären Landratswahlen in Brandenburg stehen erst 2029 an.

Neuruppin (epd). In Brandenburg wird es vorerst weiter keinen AfD-Landrat geben. Bei der Stichwahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin setzte sich am Sonntag laut vorläufigem Endergebnis der amtierende Landrat Ralf Reinhardt (SPD) mit 60,6 Prozent der Stimmen durch, AfD-Kandidat Torsten Arndt erhielt 39,4 Prozent, teilte der Landeswahlleiter am Abend mit. Die Wahlbeteiligung lag bei 46 Prozent der knapp 84.000 Wahlberechtigten. Die Amtszeit beträgt acht Jahre. Erst im Jahr 2029 stehen die nächsten regulären Landratswahlen in Brandenburg an.

Beim ersten Wahlgang am 7. Juni kam Arndt auf 30,3 und Reinhardt auf 34,7 Prozent. Zwei weitere Kandidaten für das Landratsamt schieden aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,4 Prozent. Eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wahl ist, dass mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten für den Kandidaten stimmen.

Losentscheid im Jahr 2018

Reinhardt ist seit 2010 Landrat und damit Verwaltungschef des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Bei der darauffolgenden Wahl 2018 erreichte weder im ersten noch im zweiten Wahlgang ein Kandidat ausreichend Stimmen, auch die per Gesetz in dem Fall vorgesehene Wahl im Kreistag scheiterte. Reinhardt wurde dann den Verfahrensregeln gemäß per Losentscheid im Amt bestätigt.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin liegen unter anderem Rheinsberg und Neuruppin, Geburtsstadt des preußischen Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841) und des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898).