Christina-Maria Bammel wird erste Bischöfin in Braunschweig

Christina-Maria Bammel wird erste Bischöfin in Braunschweig
Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der braunschweigischen Landeskirche: Die neue Landesbischöfin Christina-Maria Bammel spricht bei ihrer Amtseinführung über eine Welt ohne Angst und Ausgrenzung.

Braunschweig, Wolfenbüttel (epd). In ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte steht erstmals eine Frau an der Spitze der braunschweigischen Landeskirche: Am Samstag wurde die promovierte Theologin Christina-Maria Bammel (53) mit einem feierlichen Gottesdienst im Braunschweiger Dom in ihr Amt eingeführt.

In Ihrer Predigt warb Bammel dafür, sich vom Glauben an Gott und der Vision einer besseren Welt tragen zu lassen. „Es ist möglich, dass die Uhren anders gehen werden und die Peiniger entmachtet.“ In dieser Welt müsse sich „niemand mehr in der Nacht vor Beben oder vor Feinden sichern, den Bunker aufsuchen, weinende verwaiste Kinder trösten oder in U-Bahn-Schächten ausharren“, sagte Bammel mit Blick auf die kriegs- und krisengeprägte Weltlage.

Welt ohne Angst und ein Gegeneinander

Das Ziel müsse „ein Raum der Gemeinschaft, der niemanden zurücklässt“, sein, eine Welt „ohne Angst, ohne ein Gegeneinader, ohne Gentrifizierung“, betonte die neue Landesbischöfin laut Predigtmanuskript.

Bammel wurde Ende vergangenen Jahres als Nachfolgerin von Landesbischof Christoph Meyns gewählt. Zuvor war sie seit 2019 Pröpstin des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und leitete dort die Abteilung Theologische Grundsatzfragen und Kirchliches Leben. Sie war auch Stellvertreterin des Berliner Bischofs Christian Stäblein sowie Mitglied der Kirchenleitung und der Landessynode.