Wiesbaden (epd). Ende Januar waren in Deutschland nach den Meldungen von Kommunen und Einrichtungen rund 452.900 Personen wohnungslos. Die Zahl nahm gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent (minus 21.800 Personen) ab, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Zum Stichtag am 31. Januar 2025 waren es 474.700 Menschen, die mangels einer Bleibe von den Behörden untergebracht werden mussten.
Die Statistik erfasst wohnungslose Personen beispielsweise in überlassenem Wohnraum, Sammelunterkünften oder Einrichtungen für wohnungslose Menschen. Obdachlose Personen, die auf der Straße leben, sowie Formen von verdeckter Wohnungslosigkeit, etwa bei Bekannten oder Angehörigen untergekommene Personen, werden nicht berücksichtigt.
Mehrzahl ohne deutsche Staatsangehörigkeit
Insgesamt hatten 85 Prozent (395.700) der Betroffenen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) aller untergebrachten Wohnungslosen waren Ukrainerinnen und Ukrainer. Ihre Zahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 128.900 Personen. Lediglich 67.200 (15 Prozent) der untergebrachten Menschen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Ihre Zahl war um zwei Prozent höher als 2025.




