Leichte Zunahme bei Scheidungen

Leichte Zunahme bei Scheidungen
Etwas mehr als 130.000 Ehen wurden 2025 geschieden, etwas mehr als im Vorjahr. Seit dem Höchststand im Jahr 2003 sind sie Scheidungen insgesamt aber rückläufig.

Wiesbaden (epd). Rund 130.100 Ehen sind vergangenes Jahr in Deutschland geschieden worden. Damit stieg die Zahl der Scheidungen im Vergleich zu 2024 leicht um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre lassen sich laut den Statistikern aber im Schnitt deutlich weniger Eheleute scheiden.

So habe es im vergangenen Jahr 39,2 Prozent weniger Scheidungen als noch 2003 gegeben, als die Zahl den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht hatte. Die bisher wenigsten Scheidungen gab es demnach im Jahr 2023, seitdem hätten sie wieder leicht zugenommen.

14 Jahre und sieben Monate bis zur Scheidung

Im Durchschnitt habe die Ehe der im Jahr 2025 geschiedenen Paare 14 Jahre und 7 Monate gedauert, hieß es. Etwa 20.800 oder 16 Prozent der Paare hätten sich im Jahr der Silberhochzeit, also nach 25 Jahren, oder später scheiden lassen. In den 1990er Jahren habe dieser Anteil noch zwischen zehn und elf Prozent gelegen.

Bei knapp mehr als der Hälfte der Scheidungen waren den Statistikern zufolge minderjährige Kinder betroffen. Insgesamt hätten sich vergangenes Jahr die Eltern von etwa 113.400 Kindern scheiden lassen.

Die Zahl der Eheschließungen ist in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Immer weniger Menschen geben sich demnach das Ja-Wort. So seien vergangenes Jahr 348.800 Ehen geschlossen worden - der niedrigste Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950.