Elke Büdenbender wird Unicef-Vorsitzende

Elke Büdenbender wird Unicef-Vorsitzende
Die deutsche "First Lady" wird im kommenden Jahr Vorsitzende von Unicef Deutschland. Elke Büdenbender übernimmt das Ehrenamt im April. Das Hilfswerk berichtet außerdem von gestiegenen Spendeneinnahmen.

Köln (epd). Die Juristin Elke Büdenbender übernimmt den Vorsitz von Unicef Deutschland. Der Vorstand habe sie zum 1. April 2027 zur neuen Vorsitzenden gewählt, erklärte das UN-Kinderhilfswerk am Donnerstag in Köln. Die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist aktuell deutsche Schirmherrin des Kinderhilfswerks. Der scheidende Vorsitzende Georg Graf Waldersee bezeichnete sie als „leidenschaftliche Anwältin für Kinder und ihre Rechte“. Waldersee hat das Ehrenamt seit 2018 inne.

Büdenbender betonte, es sei ihr ein „Herzensanliegen“, faire Chancen für Kinder zu schaffen, gerade auch für diejenigen mit schlechten Startbedingungen. „Hilfe für Kinder ist gerade jetzt von großer Wichtigkeit, da brutale Konflikte, langanhaltende Krisen und die Folgen des Klimawandels ihre Leben bedrohen“, sagte die Juristin. Kürzungen öffentlicher Gelder setzten die Hilfe massiv unter Druck. Daher sehe sie es als wichtige Aufgabe an, die Bedeutung der Hilfsarbeit deutlich zu machen. Büdenbender wurde 1962 in Siegen geboren. Die Juristin war unter anderem Richterin am Verwaltungsgericht Berlin.

Unicef nimmt mehr Spenden ein

Das Hilfswerk stellte zudem seinen Geschäftsbericht für 2025 vor. Demnach sind die Gesamteinnahmen auf rund 178,4 Millionen Euro gestiegen. 2024 waren es 169,4 Millionen Euro. Davon stammten 167,3 Millionen Euro aus Spenden. Es sei das dritthöchste Ergebnis seit der Gründung des Deutschen Komitees für Unicef im Jahr 1953, hieß es.

138,6 Millionen Euro und damit knapp 80 Prozent der Einnahmen sind den Angaben zufolge 2025 in Hilfsprogramme weltweit geflossen. Damit seien etwa Kinder und Familien in der Ukraine, im Gaza-Streifen, dem Sudan und in Myanmar unterstützt worden.