Nothilfe in Millionenhöhe nach Erdbeben in Venezuela zugesagt

Nothilfe in Millionenhöhe nach Erdbeben in Venezuela zugesagt
Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela bieten mehrere Hilfsorganisationen Unterstützung für die Betroffenen an. Das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" will Nothilfe in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung stellen.

Bonn, Köln (epd). Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela haben mehrere Hilfsorganisationen und Initiativen finanzielle Hilfe für die Betroffenen in dem südamerikanischen Land zugesagt. So kündigte das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ am Donnerstag in Bonn eine Nothilfe in Höhe von einer Million Euro an. Nach ersten Einschätzungen sei das Schadensausmaß durch die zwei Erdbeben enorm, es werden Tausende Tote befürchtet.

Der Hilfsdienst Malteser International, der auch Mitglied bei „Aktion Deutschland Hilft“ ist, stellt eine Nothilfe in Höhe von 250.000 Euro bereit. „Tausende Menschen haben ihr Hab und Gut und ihr Zuhause verloren“, erklärte der Nothilfekoordinator bei Malteser International, Jonas Jung. Wichtig sei nun eine schnelle Hilfe. „Derzeit sondieren wir die Lage und werden im nächsten Schritt die Menschen mit dem Nötigsten versorgen“, betonte er.

Auch Unicef Deutschland beteiligt sich an Nothilfe

Unicef Deutschland stellt 250.000 Euro für die Nothilfe für Kinder und deren Familien in dem Land zur Verfügung. Das Geld solle dazu dienen, die Betroffenen mit „den wichtigsten Hilfsgütern wie Trinkwasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und weiterem medizinischen Bedarf, aber auch psychosozialer Hilfe zu versorgen“, sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, in Köln.

Caritas International sagte als erste Nothilfe 100.000 Euro zu. Die katholische Hilfsorganisation stehe im engen Kontakt mit Gemeinden vor Ort und erfasse derzeit das Ausmaß der Schäden und Bedarfe, hieß es. Zudem gibt das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat 50.000 Euro für die Betroffenen. Das Medikamentenhilfswerk Action Medeor stellt ebenfalls 50.000 Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. Die Mittel sollen für die medizinische Versorgung verwendet werden.