Hamburg (epd). In Deutschland lehnt jeder Zweite ein Arbeiten über das Renteneintrittsalter hinaus ab. 32 Prozent können sich „wahrscheinlich nicht“ und 18 Prozent „auf keinen Fall“ vorstellen, nach Erreichen des regulären Rentenalters weiterzuarbeiten, wie das Job-Netzwerk Xing am Mittwoch in Hamburg mit Verweis auf eine selbst in Auftrag gegebene Studie mitteilte. Bei der Befragung gaben 33 Prozent an, sogar noch vor dem regulären Renteneintrittsalter aufhören zu wollen.
Zugleich zeigt die Studie Potenzial für freiwillige Weiterarbeit auf: Elf Prozent der befragten Beschäftigten wären dazu „auf jeden Fall“ und 33 Prozent „wahrscheinlich“ bereit. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 3.418 abhängig Beschäftigte ab 18 Jahren in Deutschland.
Finanzielle Notwendigkeit für Frauen
Besonders offen für eine Weiterarbeit nach dem regulären Renteneintritt ist die Baby-Boomer-Generation (Geburtsjahre 1946 bis 1964): 52 Prozent wären zu einer Weiterarbeit „wahrscheinlich“ oder „auf jeden Fall“ bereit, 43 Prozent „wahrscheinlich nicht“ oder „auf keinen Fall“. Für Befragte der Generation X (1965 bis 1980) kommt ein Weiterarbeiten über das reguläre Rentenanter hinaus am wenigsten infrage: 40 Prozent wären zu einer Weiterarbeit „wahrscheinlich“ oder „auf jeden Fall“ bereit, 56 Prozent „wahrscheinlich nicht“ oder „auf keinen Fall“.
Für diejenigen Menschen, die sich eine Weiterarbeit vorstellen können, bestehe der Hauptgrund darin, fit im Kopf zu bleiben (67 Prozent). Finanzielle Notwendigkeit sei für Frauen (51 Prozent) häufiger als für Männer (39 Prozent) der Grund dafür, nach Erreichen des regulären Rentenalters weiterhin beruflich tätig zu sein.




