Caritas-Kongress: Gesellschaft stärken, Populismus begegnen

Caritas-Kongress: Gesellschaft stärken, Populismus begegnen
Alle drei Jahre findet der Caritas-Kongress statt. Kernthema in diesem Jahr sind die Generationenbeziehungen. Präsidentin Welskop-Deffaa findet zur Eröffnung klare Worte.

Berlin (epd). Zum Auftakt des dreitägigen Caritas-Kongresses in Berlin hat Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa für eine starke und solidarische Gesellschaft geworben. „Zukunft ist ein Gemeinschaftsprojekt der Generationen. Wer Zwietracht zwischen Generationen sät, zerstört Zukunft“, sagte sie laut Redemanuskript am Mittwoch bei der Eröffnung des Treffens der Mitarbeitenden. Und sie betonte: „Caritas-Arbeit ist Generationenverbindungsarbeit - gegen alle Spaltungsversuche der Populisten.“

Dass die Autokraten und radikalen Menschenverächter auf der politischen Bühne so viel Zulauf erhielten, liege an deren Schüren von Gegensätzen und Neid: Einheimische gegen Zuwanderer, Männer gegen Frauen, Klimaschützer gegen Industriearbeiter, Alt gegen Jung, so die Präsidentin. „Wir als Caritas wollen gegen diese Mechanik angehen. Besonders in Bezug auf den Generationenkonflikt.“ Es sei daher keine Nebensächlichkeit, dass auf dem Kongress erstmals in größerer Zahl junge Menschen dabei seien, darunter FSJler und junge Führungskräfte aus Einrichtungen und Diensten.

1.000 Teilnehmende erwartet

Welskop-Deffaa griff das Motto der Caritas-Jahreskampgane „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ auf. Man wolle beim Kongress „Themen, die für uns und unsere Arbeit wichtig sind, gezielt aus unterschiedlichen Generationenperspektiven betrachten und die Perspektiven zusammenführen“. Zu 70 Veranstaltungen werden den Angaben nach rund 1.000 Teilnehmende erwartet.

Der Caritas-Kongress findet alle drei Jahre statt und ist Plattform für Austausch, Vernetzung und inhaltliche Auseinandersetzung über Caritas-Praxis vor Ort, verbandliche Entwicklungen sowie Kirche und Politik. Beim Abendempfang am Mittwoch diskutiert der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, mit Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) und dem früheren Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Quentin Gärtner, über Generationensolidarität in Zeiten von Rentenreform, Pflegenotstand und Wehrdienstdebatte.