"Sternsinger" starten bundesweite Aktion zum 180. Geburtstag

"Sternsinger" starten bundesweite Aktion zum 180. Geburtstag
Mit einer bundesweiten Staffelstab-Aktion feiert das Kindermissionswerks "Die Sternsinger" seinen 180. Geburtstag. Ein 15-jähriges Mädchen hatte im Jahr 1846 in Aachen den Anstoß für die Gründung des Kindermissionswerks gegeben.

Aachen (epd). Zu seinem 180-jährigen Bestehen hat das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die bundesweite Aktion „180 Jahre, 180 Aktionen, 180 Staffelstäbe“ gestartet. An verschiedenen Orten werden sich Pfarrgemeinden, Sternsingerinnen und Sternsinger, Schulen, Unternehmen sowie Aktionskreise an Veranstaltungen beteiligen‚ die auf Kinder in Not aufmerksam machen, wie die Hilfsorganisation am Dienstag in Aachen ankündigte.

Auf dem Programm stehen etwa ein Spendenlauf, Benefizkonzerte, ein Martinsfest und ein Gespräch mit Politikern zum Thema „Kinderrechte“. 180 Staffelstäbe aus Holz sollen dabei den Einsatz der Beteiligten für das Wohl von Mädchen und Jungen in aller Welt symbolisieren.

Auf Initiative der 15 Jahre alten Auguste von Sartorius wurde 1846 in Aachen der Vorläufer des heutigen Kindermissionswerks gegründet. Die Tochter eines Arztes begann mit Freundinnen und anderen Kindern, Geld zu sammeln und die Erlöse dem Bischof zu spenden. Ihre Idee sei „wie ein Staffelstab von Generation zu Generation“ weitergereicht worden, erklärten die „Sternsinger“.

Start der Aktion während des Katholikentages

Während des Katholikentages im Mai in Würzburg haben der Präsident des Kindermissionswerks, Dirk Bingener, und die Geschäftsführerin Anne Wunden den ersten Staffelstab der Aktion an Reporter Willi Weitzel („Willi wills wissen“) übergeben. Weitzel habe für das Kindermissionswerk bereits zahlreiche Länder bereist und Filme zur dortigen Lebenssituation von Kindern produziert, hieß es.

Die Spenden aus dem Programm unterstützen laut dem Hilfswerk ein Projekt für Kinder und Jugendliche in San Salvador. Das Umfeld der Kinder dort sei von Armut, Gewalt und fehlenden Perspektiven geprägt. Gemeinsam mit der Asociación Jean Donovan werde ein geschützter Ort entstehen. Mädchen und Jungen würden dort durch Bildungsangebote, kreative Freizeitaktivitäten, medizinische Versorgung und psychosoziale Begleitung unterstützt und in ihren Rechten gestärkt, erklärte die Organisation.