Kindernothilfe: Mehr Zuwendungen, aber schwierigere Rahmenbedingungen

Kindernothilfe: Mehr Zuwendungen, aber schwierigere Rahmenbedingungen
Als eine der größten Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 1959 weltweit Mädchen und Jungen. Die Organisation mit Sitz in Duisburg konnte ihre Einnahmen steigern und 2025 mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Duisburg (epd). Die Kinderrechtsorganisation Kindernothilfe hat im vergangenen Geschäftsjahr ihre Gesamteinnahmen auf 79,8 Millionen Euro steigern können. Dies sei ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die Organisation am Montag zur Vorlage des Jahresberichts 2025 in Duisburg mit. Das Jahr 2025 sei mit einem positiven Ergebnis von 2,1 Millionen Euro abgeschlossen worden. Insbesondere erhöhte Nachlasserträge in Höhe von 11,2 Millionen Euro sowie gestiegene Zuwendungen und Zuschüsse hätten zu diesem Ergebnis beigetragen. Die Ausgaben lagen den Angaben nach bei insgesamt 77,7 Millionen Euro und damit leicht unter dem Vorjahresniveau (minus ein Prozent).

Im Jahr 2025 flossen dem Bericht zufolge Spendeneinnahmen in Höhe von 53,3 Millionen Euro an die Kindernothilfe, Zuwendungen und Zuschüsse in Höhe von 13,6 Millionen Euro. Bei den Ausgaben flossen 61,8 Millionen Euro in die Projektförderung, Projektbegleitung, Bildungs- und Informationsarbeit. Für Werbung und Verwaltung wurden 15,8 Millionen Euro ausgegeben. Das positive Jahresergebnis von über zwei Millionen Euro dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Rahmenbedingungen für internationale Organisationen zunehmend verschärfen, mahnte Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann. Rückläufige öffentliche Mittel und internationale Kürzungen machten es deutlich schwieriger, Programme langfristig verlässlich zu finanzieren.

Bildung für Kinder, bessere Lebensbedingungen im Dorf

Die Kindernothilfe habe im vergangenen Jahr die Lebensbedingungen von mehr als zwei Millionen Kindern in 34 Ländern und 462 Projekten nachhaltig verbessert, heißt es in dem Bericht. Über Partnerorganisationen werde Kindern der Zugang zu Bildung ermöglicht, Kinderrechte würden gefördert. Familien, insbesondere Mütter, und lokale Gemeinschaften würden dabei unterstützt, ihre Lebensbedingungen dauerhaft zu verbessern. Basis sei die UN-Kinderrechtekonvention.