Berlin (epd). Die seit fünf Jahren bestehende Jüdische Militärseelsorge sieht sich inzwischen erfolgreich in der Bundeswehr etabliert. Seit 2021 habe sich ein reges Angebot entwickelt, das die Militärseelsorge um die jüdische Perspektive erweitere, erklärte das Militärrabbinat der Bundeswehr anlässlich des Jubiläums in Berlin. In den fünf Außenstellen arbeiteten bundesweit sieben Militärrabbiner.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) betonte, die Jüdische Militärseelsorge bereichere den Dienstalltag und schärfe die ethische Orientierung der Streitkräfte. Das Militärrabbinat ist den Angaben zufolge die erste jüdische Militärseelsorge in Deutschland seit dem Ende des Ersten Weltkriegs. Neben den beiden christlichen Militärseelsorgen sei es das dritte Seelsorge-Angebot in der Bundeswehr, hieß es.
Amtszeit verlängert
Die Militärrabbiner seien für alle Kameradinnen und Kameraden seelsorgliche Ansprechpartner und erteilten auch sogenannten lebenskundlichen Unterricht, eine ethische Weiterbildung bei der Bundeswehr, hieß es. Die Arbeit des ersten Militärbundesrabbiners, Zsolt Balla, wurde den Angaben zufolge Anfang Juni um eine weitere Amtszeit verlängert.




