Mietwagen im Urlaub: So vermeiden Reisende teure Streitfälle

Mietwagen im Urlaub: So vermeiden Reisende teure Streitfälle
Kratzer, Zusatzkosten, unklare Versicherungen: Verbraucherschützer raten zu genauer Kontrolle bei Abholung und Rückgabe von Mietwagen im Urlaub.

Kehl (epd). Urlauber sollten bei Mietwagen besonders auf die Übergabe und Rückgabe achten, um hohe Nachforderungen zu vermeiden. Darauf weist das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland hin. Immer wieder komme es zu Streit über angebliche Schäden oder Zusatzkosten, selbst bei großen Anbietern, teilten die Verbraucherschützer in Kehl mit.

Schon kleine Mängel könnten teuer werden. So habe ein Urlauber nach einer Reise auf Teneriffa 711 Euro für einen kaum sichtbaren Kratzer zahlen müssen. Verbraucherschützer raten daher, das Fahrzeug bei Abholung gründlich zu prüfen, Schäden zu dokumentieren und Fotos oder Videos zu machen. Wichtig sei auch, den Versicherungsschutz vorab zu klären und sich vor Ort nicht zu zusätzlichen Policen drängen zu lassen.

Verbraucherschützer: Späte Forderungen schriftlich bestreiten

Auch bei der Rückgabe ist dem Verbraucherzentrum zufolge Vorsicht geboten: Das Auto sollte möglichst gemeinsam mit einem Mitarbeiter übergeben und der Zustand dokumentiert werden. Bei späteren Forderungen empfiehlt das EVZ, diese schriftlich zu bestreiten und Nachweise zu verlangen. Zudem setzen sich die europäischen Verbraucherzentren für strengere Regeln im Mietwagensektor ein.