Unicef: 265 Kinder im Gaza-Streifen seit Waffenruhe getötet

Unicef: 265 Kinder im Gaza-Streifen seit Waffenruhe getötet
Trotz der Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel geht das Töten im Gaza-Streifen weiter. Hunderte Kinder wurden seit Inkrafttreten laut Unicef getötet und verletzt.

Genf (epd). Seit Oktober 2025 sind im Gaza-Streifen laut dem Hilfswerk Unicef 265 Kinder getötet worden. Damit sei seit Beginn der Waffenruhe zwischen der Hamas-Miliz und Israel im Durchschnitt jeden Tag ein Kind durch Gewalt gestorben, teilte Unicef am Freitag in Genf mit.

Die Kinder seien in ihren Häusern, Schulen, beim Sport oder Fischen getötet worden. Sie seien Opfer von Bombardements, Gewehrschüssen oder unbemannten Fluggeräten geworden. Unicef gab an, dass allein diese Woche ein zweijähriger Knabe von israelischen Streitkräften erschossen worden sei.

13-Jähriger in Zelt erschossen

Ein 13-jähriger Junge wurde laut Unicef in seinem Zelt erschossen; ein fünfjähriger Junge und sein Vater wurden den Angaben bei einem israelischen Angriff getötet. Zudem hätten Hunderte Kinder Verletzungen erlitten.

Die Terrororganisation Hamas hatte im Oktober 2023 Israel überfallen und damit den Nahostkrieg ausgelöst. Israel reagierte mit einer massiven Militäroffensive gegen den Gaza-Streifen, den die Hamas seinerzeit komplett beherrschte. Das israelische Bombardement tötete laut UN Zehntausende Menschen und zerstörte weite Teile des Gaza-Streifens. Seit Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe, die jedoch sehr brüchig ist.