Rückholung von deutschem Atommüll aus dem Ausland abgeschlossen

Rückholung von deutschem Atommüll aus dem Ausland abgeschlossen

Berlin (epd). Nach mehreren Jahrzehnten ist die Rückholung von deutschem Atommüll aus dem Ausland abgeschlossen. Die letzten sieben Castor-Behälter aus der Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield trafen in den vergangenen Tagen im Zwischenlager Brokdorf in Schleswig-Holstein ein, wie das Bundesumweltministerium am Freitag mitteilte. Der AKW-Abfall ist hochradioaktiv.

Insgesamt seien von 1973 bis 2005 rund 6.670 Tonnen an verbrauchten Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken zu Wiederaufarbeitungsanlagen gebracht worden, erklärte das Ministerium weiter. Der größte Teil, nämlich knapp 5.400 Tonnen, wurde demnach im französischen La Hague aufbereitet. Die letzten Behälter aus La Hague trafen bereits im November 2024 im Zwischenlager Philippsburg ein.

Hochradioaktiver Abfall in 16 Zwischenlagern

„Die Wiederaufarbeitung hat für Deutschland nie wirklich funktioniert und strahlender Müll ist trotzdem übriggeblieben“, erklärte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth. „Dafür übernehmen wir jetzt die Verantwortung.“

Ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll gibt es in Deutschland bisher nicht. Die Abfälle bleiben deshalb vorerst in 16 Zwischenlagern untergebracht.