Kommunen geben mehr für Personal und Soziales aus

Kommunen geben mehr für Personal und Soziales aus
Städte und Gemeinden in Deutschland haben 2025 mehr für Soziales und Personal ausgegeben. Der Anstieg dieser Ausgaben hat sich laut Kommunalem Finanzreport der Bertelsmann Stiftung zwar verlangsamt, liegt aber immer noch über dem der Einnahmen.

Gütersloh (epd). Die kommunalen Sozialausgaben sind im vergangenen Jahr langsamer gewachsen als im Vorjahr. Der Anstieg sei mit knapp 5,9 Prozent aber immer noch stärker als der Zuwachs der Einnahmen, heißt es im Kommunalen Finanzreport 2025, den die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh am Freitag veröffentlicht hat.

Auch Personalkosten der Städte und Gemeinden sind dem Report zufolge im vergangenen Jahr mit 6,6 Prozent langsamer gewachsen als im Vorjahr, was vor allem auf Tarifabschlüsse zurückzuführen sei. Jedoch seien auch die Personalkosten stärker gestiegen als die Einnahmen.

Rekordwert beim Schuldenstand

Die Steuereinnahmen der Kommunen legten demzufolge um 3,4 Prozent zu. Dieser Zuwachs liege jedoch an der Umsatz- und Einkommenssteuer und sei in weiten Teilen inflationsbedingt. Die Gewerbesteuer als wichtigste steuerliche Einkommensquelle der Städte und Gemeinden sinke in einigen Bundesländern, in anderen sei sie noch stabil. Zuweisungen von Bund und Ländern an die Kommunen seien von 2024 auf 2025 um 4,8 Prozent gestiegen.

Die Schulden der Kommunen nahmen laut Finanzreport in den vergangenen drei Jahren um 50 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 196 Milliarden Euro zu. Der Großteil dieses Anstiegs entfalle zwar auf Investitionskredite, denen reale Werte gegenüberstünden, hieß es. Er verweise aber auf akute Liquiditätsprobleme.