UN zu Sudan: Mehr als 1.000 Tote durch Drohnenkrieg seit Jahresbeginn

UN zu Sudan: Mehr als 1.000 Tote durch Drohnenkrieg seit Jahresbeginn

Nairobi (epd). Mehr als 1.000 Menschen sind laut UN im Sudan seit Jahresbeginn durch Drohnen getötet worden. Der Konflikt weite sich aus, das zeige sich auch am verstärkten Einsatz von Drohnen, erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Montag in seinem Bericht vor dem Menschenrechtsrat in Genf. Drohnen seien mittlerweile für 80 Prozent der zivilen Todesfälle verantwortlich.

Im Sudan kämpfen seit April 2023 die paramilitärischen Rapid Support Forces gegen die Armee. Die Drohnen bekommen die Kriegsparteien Medien- und Expertenberichten zufolge unter anderem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus Ägypten und der Türkei. Nach einem Drohnen-Angriff auf die sudanesische Hauptstadt Khartum im Mai warf die sudanesische Militärführung dem Nachbarland Äthiopien - wie auch den Vereinigten Arabischen Emiraten - vor, an der Attacke beteiligt gewesen zu sein. Die äthiopische Regierung wies die Anschuldigungen zurück.