Hamburg (epd). Kinder und Jugendliche geben auf Online-Plattformen bis zu 1.200 Euro jährlich aus. Konsumimpulse entstehen für sie vor allem durch Influencerinnen und Influencer in sozialen Medien, wie die Krankenkasse DAK am Montag in Hamburg mitteilte. Vorstandsvorsitzender Andreas Storm erklärte, für Eltern, Schulen und Politik werde es damit noch wichtiger, Jugendliche im Umgang mit kommerziellen Inhalten zu schützen und zu unterstützen.
Eine Sonderauswertung der Mediensuchtstudie der DAK und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt, dass 40,4 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren durch Influencer auf Produkte aufmerksam gemacht werden, die sie später kaufen. 47,2 Prozent lassen sich durch soziale Medien beeinflussen.
Monatlich geben dabei 12,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen durchschnittlich 51 bis 100 Euro und damit bis zu 1.200 Euro jährlich beim Online-Kauf aus. 32,1 Prozent kaufen für 10 bis 20 Euro monatlich online ein, bei 26,3 Prozent liegt der Betrag zwischen 21 und 50 Euro. 1,2 Prozent der 10- bis 17-Jährigen gelten den Angaben nach bereits als problematische Online-Käufer.
Repräsentative Studie
Den Angaben nach führt die Kasse diese Studie seit 2019 mit dem UKE in mehreren Befragungswellen durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa durch. Dafür wird eine repräsentative Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren mit je einem Elternteil zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt. 2025 fand die achte Erhebungswelle vom 24. September bis 12. Oktober statt, in deren Rahmen erstmals auch das Online-Shopping- und Online-Buying-Verhalten der Kinder und Jugendlichen abgefragt wurde.



