Fulda, Kassel (epd). Die Kirchen haben mit einem ökumenischen Gottesdienst beim Hessentag in Fulda ein enges Miteinander von Christinnen und Christen angemahnt. Die Einheit der Kirchen entstehe nicht durch Gleichförmigkeit, betonten die kurhessische Bischöfin Beate Hofmann und der katholische Fuldaer Bischof Michael Gerber am Sonntag auf dem Domplatz vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern in ihrer dialogischen Predigt. Sie deuteten das Leitwort „Im Herzen eins“ als Auftrag für Kirche und Gesellschaft.
Ökumenische Gemeinschaft lebe vom Gespräch, vom Aushalten von Unterschieden und von der Bereitschaft, das Gemeinsame zu suchen, machten die beiden kirchenleitenden Geistlichen deutlich. „Im Herzen eins sein, das braucht auch Raum für Unterschiedliches in aller Gemeinsamkeit“, sagte Bischöfin Hofmann. „Trennung und Spaltung haben nicht das letzte Wort, Gottes Geist überwindet Grenzen“, ergänzte Bischof Gerber. Sichtbar werde diese Haltung auch im ökumenischen Kirchenprogramm, das die Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck, in Hessen und Nassau sowie das Bistums Fulda erstmals auf dem Hessentag gestalten. Bis 21. Juni sind mehr als 100 Veranstaltungen an vier Standorten geplant.



