Düsseldorf (epd). Die Stadt Düsseldorf stoppt mit Verweis auf das Defizit im Haushalt die Planungen für den Neubau einer Oper. Die Entscheidung sei vor dem Hintergrund der „aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen“ notwendig, teilte die Verwaltung am Freitag mit. Ziel sei ein Haushalt, der „solide aufgestellt“ ist und langfristig tragfähig bleibt.
Die Oper bleibe jedoch ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens in Düsseldorf, hieß es. Der Standort an der Heinrich-Heine-Allee werde deshalb „ertüchtigt“, sodass der Spielbetrieb der Deutschen Oper am Rhein auch künftig gesichert sei. Die dafür vorgesehenen Maßnahmen seien bereits geplant und würden konsequent umgesetzt.
Neubau sollte im Stadtteil Wehrhahn entstehen
Ursprünglich sollte die Oper im Stadtteil Wehrhahn neu gebaut werden sowie mit der Clara-Schumann-Musikschule und der Musikbibliothek an einem Standort zusammengeführt werden. Die Kosten für den Neubau hätten Schätzungen zufolge bei rund 1,8 Milliarden Euro gelegen.
„Die Entscheidung, die Planung für das Projekt Opernhaus der Zukunft zu stoppen, ist mir alles andere als leicht gefallen“, sagte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). „Angesichts eines wachsenden Defizits in unserem Haushalt sind jedoch auch schmerzhafte Entscheidungen unumgänglich.“ Man bekenne sich als Stadt jedoch gleichwohl zu der „Kunstform Oper“. Deshalb werde der Standort an der Heinrich-Heine-Allee saniert.



