Luthergedenkstätten: Bürgerfest zum Welterbe-Jubiläum

Luthergedenkstätten: Bürgerfest zum Welterbe-Jubiläum
Im Jahr 1996 wurden die Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen. Zum 30. Jubiläum starten die sechs Stätten ab 20. Juni ein gemeinsames Festprogramm.

Wittenberg, Magdeburg (epd). Mit einem gemeinsamen Bürgerfest in der Lutherstadt Eisleben starten die sechs Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am 20. Juni in das Festprogramm zur Eintragung als Weltkulturerbe im Jahr 1996. Dies teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Montag in Magdeburg mit. „Die Luthergedenkstätten gehören zu den bedeutendsten Erinnerungsorten der Reformation weltweit“, sagte Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU). Die Reformation und ihre Geschichte wirke bis heute identitätsstiftend über Sachsen-Anhalts Grenzen hinaus.

Das Bürgerfest bietet Musik, Mitmachmöglichkeiten, einen Unesco-Talk und weitere Angebote rund um Luthers Sterbehaus in Eisleben, hieß es. Am 21. Juni werde ab 10 Uhr in Luthers Taufkirche St. Petri und Pauli in Eisleben ein Festgottesdienst mit dem mitteldeutschen Landesbischof Friedrich Kramer gefeiert.

Programm bis zum Jahresende

Im Rahmen des Jubiläums steht ab Juli jeweils eine andere Welterbestätte im Mittelpunkt. Zum Programm gehören Sonderführungen, Konzerte, Vorträge und Mitmachangebote. Zum Finale ist Anfang Dezember ein Festakt in Wittenberg geplant.

Zu den Luthergedenkstätten gehören die Museen Luthers Geburtshaus und Luthers Sterbehaus in Eisleben sowie das Lutherhaus, das Melanchthonhaus, die Stadtkirche St. Marien und die Schlosskirche in Wittenberg. Im Dezember 1996 hatte die Unesco diese Lutherstätten als Kulturerbe der Menschheit anerkannt, weil diese „einen bedeutsamen Abschnitt in der menschlichen Geschichte“ repräsentierten und „als authentische Schauplätze der Reformation von außergewöhnlich universeller Bedeutung“ seien.