Zwickauer Schumann-Fest wird eröffnet

Zwickauer Schumann-Fest wird eröffnet
Als Sohn eines Verlagsbuchhändlers wuchs Robert Schumann in einem literarisch geprägten Haus auf. Bücher und deren Inhalte haben auch seine Kompositionen geprägt. Das Schumann-Fest thematisiert dies nun.

Zwickau (epd). Das sächsische Zwickau feiert den Komponisten Robert Schumann (1810-1856) ab Donnerstag mit einem Festival. Das diesjährige Schumann-Fest stellt bis zum 14. Juni den vielseitigen Komponisten aus der Perspektive der Literatur vor, wie die Stadtverwaltung am Montag in Zwickau ankündigte. Das Fest steht unter dem Motto „Schumann und die Dichter“.

Das Programm bietet zwölf Veranstaltungen, darunter außer Konzerten auch eine Stummfilmaufführung und einen musikalischen Kabarettabend. Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist in Zwickau Schumanns Chorwerk zu Szenen aus Goethes „Faust“ zu erleben.

Literarische Vorlagen

Schumann wuchs in Zwickau als Sohn des Verlagsbuchhändlers August Schumann (1773-1826) in einem literarisch geprägten Haus auf. In seiner Schulzeit sei das Thema Dichtung für ihn weit wichtiger gewesen als die Musik, hieß es. Seine Kompositionen folgen oft literarischen Vorlagen.

Es gebe wohl kaum einen anderen Komponisten des 19. Jahrhunderts, dessen Leben und Werk so eng mit der Dichtung verbunden ist. Schumann komponierte rund 300 Lieder für Solostimmen und 65 Chorlieder sowie zahlreiche Chor-Orchester-Werke. Selbst bei seinen Klavier- und Orchesterwerken stehen häufig literarische Werke im Hintergrund.

Schumanns Geburtshaus in Zwickau ist heute Museum, Forschungszentrum und Konzertsaal. Es informiert zu Leben und Werk des Komponisten. Das Eröffnungskonzert des Festivals findet am Donnerstagabend im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ in Zwickau statt. Zur Aufführung kommen die Chor-Orchesterwerke „Manfred“ und „Szenen aus Goethes Faust“.