Wildberger: KI nicht nur regulieren, sondern gestalten

Wildberger: KI nicht nur regulieren, sondern gestalten
Digitalminister Wildberger hat auf die KI-Enzyklika von Papst Leo reagiert. Der Minister wirbt für eine ethische KI aus Europa.

Berlin (epd). Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat angesichts der neuen Papst-Enzyklika zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) für die Entwicklung einer ethisch verantwortlichen KI aus Europa plädiert. „Wenn wir wollen, dass Technologie dem Menschen dient, dann müssen wir sie selbst gestalten. Nicht nur regulieren“, sagte der Minister der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Ethische KI aus Deutschland und Europa sei deshalb eine Voraussetzung für demokratische Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter.

Papst Leo XIV. hatte am Montag seine erste Enzyklika mit dem Titel „Magnifica humanitas“ (Deutsch: Die großartige Menschheit) veröffentlicht. Schwerpunktmäßig behandelt das katholische Kirchenoberhaupt darin die ethischen Herausforderungen der KI.

Kontrolle über KI

Er warnt darin vor Intransparenz bei der Kontrolle über die KI. Dass diese nicht in der Hand von Staaten, sondern von „großen wirtschaftlichen und technologischen Akteuren“ liege, erhöhe „das Risiko einer schiefen Entwicklung, die neue Abhängigkeiten, Ausgrenzungen, Manipulationen und Ungerechtigkeit“ erzeuge.

Die Warnung des Papstes, KI könne moralisch nicht als neutral betrachtet werden, enthalte eine „entscheidende Einsicht“, mahnte Wildberger. „Eine KI, die mit fremden Daten, nach fremden Werten und auf der Grundlage fremder Geschäftsmodelle trainiert wurde, macht uns abhängig - und sie muss nicht dem entsprechen, was wir selbst für richtig halten“, sagte er.