Rom (epd). Mit seiner Pfingstpredigt hat Papst Leo XIV. zu Frieden, Verständigung und Vergebung aufgerufen. Dazu schenke Gott den Heiligen Geist als Kraft, sagte der Papst am Sonntag im Petersdom. Durch seinen Tod stifte Christus Frieden zwischen Gott und der Menschheit, und der Heilige Geist „gießt diesen Frieden in die Herzen ein und verbreitet ihn in der Welt“. Dieser Friede entspringe der Vergebung und führe zur Vergebung.
Der Geist Gottes sei zugleich ein „Geist der Mission“ und Aufruf zum Handeln, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er verleihe die Kraft, Glauben zu leben. Dieser Glaube komme „mit jeder guten Tat, jedem Akt der Barmherzigkeit und der Tugend zum Ausdruck“, sagte der Papst. „Wir sehen deutlich, dass es Veränderungen gibt, die die Welt nicht erneuern, sondern sie durch Irrtümer und Gewalt altern lassen“, mahnte er. „Der Heilige Geist hingegen erleuchtet den Verstand und weckt im Herzen neue Lebenskraft.“
Gegen Parteilichkeit und Zwietracht
Nicht zuletzt sei der Geist des Auferstandenen der Geist der Wahrheit. Er förderte so die Einheit, weil er im Menschen Verständnis und Eintracht wecke. Er „bewahrt uns also vor allem, was dieses Einvernehmen behindert: vor Parteilichkeit, Heucheleien und Moden, die das Licht des Evangeliums trüben“.
Pfingsten ist nach Ostern und Weihnachten das dritte große Fest im Kirchenjahr. Der Name Pfingsten geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (der Fünfzigste) zurück, weil das Fest seit etwa Ende des vierten Jahrhunderts 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. In Erinnerung an die in der Bibel geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Menschen wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche“ verstanden.




