Hinrichtung in USA abgebrochen: Keine passende Vene für Giftspritze

Hinrichtung in USA abgebrochen: Keine passende Vene für Giftspritze

Washington (epd). Justizvollzugsbeamte im US-Bundesstaat Tennessee haben eine Hinrichtung abgebrochen. Wie die Gefängnisbehörde mitteilte, konnte das Hinrichtungsteam bei dem Verurteilten Tony Carruthers am Donnerstag (Ortszeit) keine zweite Vene für die Tötung per Giftinjektion finden. Das Hinrichtungsprotokoll des Staates schreibt zwei Zugänge vor.

Die Zeitung „USA Today“ zitierte Carruthers' Verteidigerin Amy Harwell, wonach „sehr viel Blut“ geflossen sei. Laut der Zeitung „Memphis Commercial Appeal“ sagte eine Mitarbeiterin des Bürgerrechtsverbandes ACLU, dass die Vollzugsbeamten eine Stunde lang nach einer zweiten Vene gesucht hätten.

Ein Jahr Aufschub

Die ACLU hatte auch den Prozess gegen Carruther kritisiert. Zeugen seien nicht glaubwürdig gewesen. Carruthers war 1994 wegen Entführung und dreier Morde zum Tod verurteilt worden. Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, gewährte dem 57 Jahre alten Verurteilten nach der abgebrochenen Exekution einen einjährigen Hinrichtungsaufschub.