Freiburg (epd). Solarzellen auf dem Autodach könnten laut einer Studie den Energiebedarf für Elektromobilität und die Belastung der Stromnetze erheblich verringern. Ein Personenwagen in Südeuropa könnte demnach bis zu 80 Prozent seines jährlichen Energiebedarfs selbst erzeugen, lautet das Ergebnis des europäischen Forschungsprojekts „SolarMoves“, wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme am Dienstag in Freiburg mitteilte. In Mitteleuropa ließen sich demnach bis zu 55 Prozent des Strombedarfs eines Wagens durch eingebaute Solarmodule decken.
Reichweite mit Solarzellen erhöhen
Besonders groß ist das Potenzial laut Studie im Logistiksektor. Lieferwagen und Lastwagen besitzen große Flächen, die sich für Solarmodule eignen. Bei Elektro-Lkw ließe sich die tägliche Reichweite um bis zu 15 Prozent verlängern. Bei Anhängern reiche der Solarstrom im Sommer aus, um Kühlsysteme vollständig zu betreiben. Auch bei Diesel-Lkw sinke der Kraftstoffverbrauch für Klimaanlage und Heizung und andere Systeme, wodurch sich die Kosten für die Solartechnik in weniger als zwei Jahren rechnen könnten.
Für die Untersuchung analysierte das Forschungsteam Daten von 23 verschiedenen Fahrzeugtypen und wertete Messdaten von 1,3 Millionen gefahrenen Kilometern aus.




