Frankfurt a. M. (epd). Das für den Frankfurter Flughafen zuständige Hauptzollamt Frankfurt hat im vergangenen Jahr in über 600 Fällen knapp 29.000 unter Artenschutz stehende Tiere und Pflanzen oder daraus hergestellte Produkte sichergestellt. Das Spektrum reiche von lebenden Leguanen oder einem Mantel aus Wolfsfell bis zu zahlreichen, mit Schlangengift oder ähnlichen Inhaltsstoffen versehenen Cremes und Schlankheitsmitteln, geht aus dem am Freitag vorgestellten Jahresbericht der Behörde hervor. Die Funde stammen sowohl aus Fracht- und Postsendungen als auch aus dem Reisegepäck von Passagieren.
Vermehrt wurden 2025 nach Zollangaben Elfenbeinprodukte sichergestellt, darunter Gebetsketten aus Nigeria, die in einer Lieferung mit äußerlich ähnlich aussehendem Plastikschmuck versteckt waren. Auch Versuche, aus dem Leder geschützter Reptilien hergestellte Erzeugnisse einzuführen, gebe es weiterhin regelmäßig, sagte Zoll-Sprecherin Christine Straß. Die hohe Zahl der sichergestellten Tiere und Pflanzen beruht wie in den Vorjahren zu einem nennenswerten Teil aus abgefangenen Lieferungen aus dem Aquaristik-Handel, da beispielsweise auch Korallen oder kleine Zierfische einzeln gezählt werden.
Knapp 15.000 Kilogramm Drogen aufgespürt
Der Schwerpunkt der Zollbeamten bleibt der Kampf gegen Rauschgiftkriminalität. Für 2025 meldete das Frankfurter Hauptzollamt die Sicherstellung von insgesamt knapp 15.000 Kilogramm Drogen mit einem Schwarzmarktwert von rund 190 Millionen Euro. Darunter seien knapp 7.700 Kilogramm Haschisch und Marihuana, gut 5.000 Kilogramm Khat, aber auch 822 Kilogramm Kokain gewesen, zudem Tausende von Amphetamin- und Ecstasy-Pillen. 80 Drogenkuriere seien am Flughafen vorläufig festgenommen worden, darunter zwei Personen, die Rauschgift geschluckt hatten, um es im Körper zu transportieren. Auch gefälschte Markenwaren im Wert von rund 194 Millionen Euro nahmen die Zöllner in Verwahrung.




