Dresdner Musikfestspiele starten mit "Götterdämmerung"

Dresdner Musikfestspiele starten mit "Götterdämmerung"
Comedian Olaf Schubert ist erstmals Gast der Dresdner Musikfestspiele. Passend zum Festivalmotto "Leichtigkeit des Seins" sollen sich - unter anderem mit seiner Hilfe - Humor und Ernsthaftigkeit mischen.
11.05.2026
epd
Von Katharina Rögner (epd)

Dresden (epd). Die diesjährigen Dresdner Musikfestspiele beginnen am Donnerstag mit einer konzertanten Aufführung der Oper „Götterdämmerung“ unter der Leitung von Dirigent Kent Nagano. Der vierte und letzte Teil des Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (1813-1883) finde auf historischen Instrumenten statt, wie Intendant Jan Vogler am Montag in Dresden sagte. Beteiligt sind das Festspielorchester und das Orchester Concerto Köln.

Das offizielle Eröffnungskonzert ist für Freitag geplant. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Leitung von Tabita Berglund. Comedian Olaf Schubert führt durchs Programm. Es wird laut Festival ein Bogen „zwischen humorvoller Leichtigkeit und künstlerischer Ernsthaftigkeit“ gespannt. Vogler zufolge war der Vater von Schubert Bratschist in der Dresdner Philharmonie. So sei die Idee zur Zusammenarbeit mit dem Comedian gekommen.

Sehnsucht nach Leichtigkeit

Die 49. Ausgabe des Musikfestivals steht unter dem Motto „Leichtigkeit des Seins“. Bis zum 14. Juni sind mehr als 60 Veranstaltungen geplant. Die Konzerte seien schon jetzt gut gebucht, manche fast ausverkauft, sagte Vogler. Als mutmaßlichen Grund für diesen Erfolg nannte der Intendant neben den erwarteten musikalischen Höchstleistungen auch das diesjährige Motto. „Die Leute sehnen sich nach Leichtigkeit“, sagte er.

Das Genrespektrum des Festivals wird dieses Mal um Schauspiel und Comedy erweitert. Neben Klassik und Oper werden darüber hinaus auch Genres wie Jazz, Weltmusik, Tanz, Literatur und Performance präsentiert.

Die Dresdner Musikfestspiele seien „so wichtig wie nie zuvor“, sagte Vogler. Es sei wichtig, deren Relevanz herauszuarbeiten. Das Budget des Festivals beträgt in diesem Jahr laut Intendant rund 6,6 Millionen Euro. Die Stadt hat ihre Zuschüsse gekürzt und unterstützt es aktuell mit rund 890.000 Euro. Im nächsten Jahr feiert das Festival sein 50-jähriges Bestehen.

„Cellomania“ mit 17 Konzerten

2026 haben fast 30 Künstler und Ensembles ihr Debüt bei den Dresdner Musikfestspielen, darunter der österreichische Schauspieler Tobias Moretti, das Rotterdams Philharmonisch Orkest und das Nederlands Dans Theater 2. Erwartet werden zudem unter anderem Pianist Igor Levit und Pianistin Martha Argerich, die Schauspielerin Martina Gedeck, die israelische Sängerin Noa und der Trompeter Till Brönner.

Geplant sei zudem eine neue Ausgabe der „Cellomania“ mit rund 40 Cellisten aus der ganzen Welt. Dieses „Festival im Festival“ sei einmalig und finde zum dritten Mal statt. Es gebe kaum eine Bühne, wo so viele Cellisten gemeinsam zu erleben seien. Insgesamt werden 17 Konzerte erwartet, in denen das Cello im Mittelpunkt steht.