Memminger Moschee beschmiert

Memminger Moschee beschmiert

Memmingen, München (epd). Gegen unbekannte Täter, die eine Moschee in Memmingen beschmiert haben, ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München. Es geht um die Straftatbestände der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft und der gemeinschädlichen Sachbeschädigung, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Von einer islamfeindlichen Tatmotivation sei auszugehen. Der Vorfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen beschmierten gegen 4.30 Uhr unbekannte Täter eine Marmormauer mit aufgesetztem Halbmond im Eingangsbereich der türkisch-islamischen Gemeinde im bayerischen Memmingen mutmaßlich mit Tierblut. Die Täter befüllten hierzu Luftballons und warfen sie gegen die 1,5 Meter hohe Wand. Zudem steckten sie einen abgetrennten Schweinekopf auf das Symbol des Halbmondes. Anschließend entfernten sie sich unerkannt.

Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München hat zusammen mit dem Fachkommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Memmingen die Ermittlungen aufgenommen. Die Spuren wurden gesichert und ein Zeugenaufruf erstellt, der Eingangsbereich der Moschee wurde von Feuerwehr und Stadt gereinigt.