Berlin (epd). Die Klingel eines Mitarbeiters des Berliner Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) ist mutmaßlich antisemitisch beschmiert worden. An der Klingelanlage des Wohnhauses wurde ein rotes Dreieck aufgebracht, zudem wurde das Namensschild des Mitarbeiters mit roter Farbe versehen, teilte der Verein am Mittwoch mit. Die Berliner Polizei bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorfall. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittle wegen Sachbeschädigung mit politischem Hintergrund.
Das JFDA erklärte, die Tat werde als schwerwiegender Einschüchterungsversuch bewertet. Das rote Dreieck werde in „antisemitischen und terrorverherrlichenden Kontexten“ als Droh- und Zielmarkierung verwendet.
Bereits auf Demonstrationen angegriffen
Dass ein Mitarbeiter einer jüdischen Organisation in seinem privaten Wohnumfeld markiert wird, sei ein „alarmierendes Signal“. Auch sei der Mitarbeiter bereits in der Vergangenheit bei der Beobachtung von Demonstrationen bedroht und angegriffen worden.
Der 2008 gegründete Verein ist eigenen Angaben zufolge auf den Feldern der Beratung, Beobachtung, Dialog und in der politischen Bildungsarbeit tätig. Dazu gehören auch regelmäßige Recherchen und Feldbeobachtungen bei Demonstrationen der extremistischen Ränder.





