Polizei-Razzia nach Terrorimsus-Verdacht

Polizei-Razzia nach Terrorimsus-Verdacht
Eine kleine Gruppe soll einen islamistischen Anschlag in Deutschland vorbereitet haben. Am Mittwoch gab es deshalb Razzien in Cuxhaven und Bremerhaven.

Celle, Oldenburg (epd). Wegen des Verdachts einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat die Polizei am Mittwoch mehrere Objekte in Cuxhaven und Bremerhaven durchsucht. Neben zwei nicht näher bezeichneten Waffenattrappen und einem Säbel wurden dabei Mobiltelefone und weitere Datenträger sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Celle mitteilte. Scharfe Schusswaffen seien nicht gefunden worden. Ob es im Zuge der Durchsuchungen auch Festnahmen gab, wurde zunächst nicht bekannt.

Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen 20-jährigen Serben sowie weitere Verdächtige mit syrischer und sudanesischer Staatsangehörigkeit im Alter von 17 bis 22 Jahren. Dieser Personenkreis soll Planungen für eine islamistisch motivierte Gewalttat in Deutschland vorangetrieben haben.

Informationen kamen von der Polizei in New York

Entsprechende Erstinformationen stammten den Angaben zufolge von der Polizei New York in den USA. Über das Bundeskriminalamt wurden die Hinweise dann an die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) in Oldenburg weitergegeben.

Unter Federführung der Generalstaatsanwaltschaft Celle waren an den Razzien vor allem Beamte der ZKI Oldenburg beteiligt. Sie wurden unter anderem durch Diensthundeführer der Polizeidirektion Braunschweig sowie Kräfte der Polizeiinspektion Cuxhaven und der Ortspolizeibehörde Bremerhaven unterstützt. Das Ermittlungsverfahren wird gemeinsam von der Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft Celle sowie der ZKI Oldenburg geführt.