Wiesbaden (epd). Im vierten Jahr in Folge ist die Zahl der Geburten in Deutschland gesunken und hat den niedrigsten Stand seit 1946 erreicht. Im vergangenen Jahr seien nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren worden, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Das seien 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor gewesen, als 677.117 Neugeborene das Licht der Welt erblickten.
Die Zahl der Sterbefälle von rund 1,01 Millionen überstieg die Zahl der Geburten 2025 den Angaben nach um etwa 352.000. Das sei das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit, erklärte das Bundesamt.
Die niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich den Statistikern zufolge aus zwei Entwicklungen: Es gibt derzeit weniger Frauen, die Kinder empfangen können, weil die zahlenmäßig kleinen 1990er Geburtsjahrgänge in das entscheidende Alter von Anfang 30 kämen. Außerdem sinke seit 2022 die zusammengefasste Geburtenziffer, die angibt, wie viele Kinder eine Frau heute im Durchschnitt bekommt.




