Mahnwachen zur Tschernobyl-Katastrophe vor 40 Jahren

Mahnwachen zur Tschernobyl-Katastrophe vor 40 Jahren

Bonn (epd). Anti-Atomkraft-Initiativen erinnern am Wochenende an die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren. Geplant sind Mahnwachen, Infoveranstaltungen und Gottesdienste, wie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) am Donnerstag in Bonn ankündigte. Damit wolle man auch vor aktuellen Gefahren der Atomindustrie warnen. So soll es am Sonntag etwa eine Fahrraddemo in Hamm, Mahnwachen in Koblenz, Konstanz und Lingen sowie Gedenkgottesdienste in Braunschweig und Salzgitter geben.

Der BBU kritisierte, dass der Forschungsreaktor im bayerischen Garching noch immer nicht endgültig stillgelegt worden sei und in den Uranfabriken in Gronau und Lingen noch immer mit unbefristeten Genehmigungen Uran für den Einsatz in Kraftwerken im Ausland vorbereitet werde. Zudem kritisiert der Bundesverband die Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke, etwa in den Niederlanden, obwohl es kein Endlager für Atommüll gebe.

Reaktorunfall am 26. April 1986

Am 26. April 1986 war es im Kernkraftwerk Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion zu einem schweren Unfall gekommen. Durch eine Explosion und einen Brand im Reaktor wurden massiv radioaktive Stoffe freigesetzt und großräumig verteilt.