Erster Hospizdienst für junge Erwachsene

Erster Hospizdienst für junge Erwachsene

Berlin (epd). Ein neuer ambulanter Hospizdienst kümmert sich in Berlin um junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Krankheiten. Für diese Patientengruppe gebe es bislang bundesweit keine speziellen Hospizangebote, teilte der Träger, der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg, am Dienstag mit. Mit dem Modellprojekt TransPiz Berlin schließe man nun eine Lücke in der Versorgung.

Ziel sei es, die Angebote in der Hospizarbeit für sterbenskranke junge Erwachsene bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. „Dieser neue Dienst ist ein wichtiger nächster Schritt“, sagte die für Hospize zuständige Abteilungsleiterin Sabine Sebayang. Die Initiative wird von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert und versteht sich als Modellprojekt mit Signalwirkung über Berlin hinaus.

Jürgen Dusel, Bundesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hob in seinem Grußwort die bundesweite Bedeutung des neuen Angebots hervor. Weil junge Erwachsene nicht mehr in die Kinder- und Jugendversorgung fielen, bräuchten sie „eine geeignete Anschlussstruktur, die ihren Versorgungsbedürfnissen gerecht wird und sie in ihrer Selbstbestimmung unterstützt“. TransPiz Berlin setzt laut Dusel genau hier an.