Unicef: Über 340 Kinder durch Krieg in Nahost bislang getötet

Unicef: Über 340 Kinder durch Krieg in Nahost bislang getötet
Kinder zahlen weiterhin einen hohen Preis für den Krieg im Nahen Osten. Mehr als 340 Jungen und Mädchen wurden bislang als Folge des Angriffs auf den Iran getötet, wie das UN-Kinderhilfswerk Unicef erklärte.

Köln (epd). Mehr als vier Wochen nach dem Beginn der militärischen Eskalation im Nahen Osten zahlen Kinder in der Region laut Unicef weiterhin einen hohen Preis. Mehr als 340 Jungen und Mädchen wurden laut Berichten bereits getötet und Tausende verletzt, wie Unicef Deutschland am Dienstag in Köln mitteilte. Dazu zählten unter anderem 216 getötete und 1.767 verletzte Kinder im Iran sowie 124 getötete und 413 verletzte Kinder im Libanon, wie das UN-Kinderhilfswerk erklärte.

Die Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell sagte: „Kinder in der Region sind schrecklicher Gewalt ausgesetzt.“ Sie rief die Konfliktparteien dazu auf, „das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen und die Rechte von Kindern zu wahren“. Das Kinderhilfswerk bekräftigte die Forderung nach einem sofortigen Ende der Feindseligkeiten. Alle Konfliktparteien sollten größtmögliche Zurückhaltung üben. Gemäß dem humanitären Völkerrecht müssten die Zivilbevölkerung, insbesondere Kinder, sowie zivile Einrichtungen jederzeit geschützt werden. 

Kinderhilfswerk: Mehr als 1,2 Millionen Kinder wurden vertrieben

Laut Unicef wurden mehr als 1,2 Millionen Kinder in den betroffenen Ländern durch den Krieg vertrieben. Viele Kinder erlebten traumatische Ereignisse und verlören alles, was ihnen bisher Halt und Sicherheit gegeben habe. Anhaltende Gewalt und Instabilität könnten die Entwicklung der Kinder beeinträchtigen - mit langfristigen Folgen.