Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Halit Yozgat

Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Halit Yozgat
Vor 20 Jahren wurde Halit Yozgat in der Kasseler Nordstadt von der rechtsterroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet. Am Ostermontag erinnert eine Gedenkfeier an den Kasseler Bürger, der nur 21 Jahre alt wurde.

Kassel (epd). Die Stadt Kassel und die Familie Yozgat laden anlässlich des 20. Jahrestags des rechtsterroristischen Mordes an Halit Yozgat für Ostermontag zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung ein. Zum Auftakt gebe es um 15 Uhr eine kurze Andacht mit Gebet auf dem Halitplatz an der Holländischen Straße in der Nordstadt, teilte die Stadt Kassel am Donnerstag mit. Der 21-jährige Kasseler war am 6. April 2006 dort in einem ehemaligen Internetcafé von der rechtsterroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet worden.

Halit Yozgat war das neunte und jüngste Opfer einer rassistisch motivierten Mordserie, die sechs Jahre lang mehrere deutsche Städte erschütterte. „Dieser Jahrestag hat für die Familie, aber auch für die Gesellschaft eine besondere Bedeutung. Die Taten, das Leid der Familien und die Gefahr durch Rechtsextremismus dürfen nicht in Vergessenheit geraten und sollen uns immer wieder mahnen“, sagte der Kasseler Oberbürgermeister Sven Schoeller (Grüne).

Veranstaltung wird im Philipp-Scheidemann-Haus fortgesetzt

Im Anschluss werde die Gedenkveranstaltung im Philipp-Scheidemann-Haus fortgesetzt. Dort sollen neben Schoeller auch der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff, der türkische Generalkonsul Erdinç Evirgen, die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Angehörigen der NSU-Opfer, Barbara John, sowie Halits Vater Ismail Yozgat sprechen.