Erfurt (epd). Das Arbeitsaufkommen beim Bundesarbeitsgericht hat sich im Jahr 2025 deutlich entspannt. Die Zahl der neu eingegangenen Verfahren sei spürbar zurückgegangen, während sich zugleich die Verfahrensdauer verkürzt habe, sagte Präsidentin Inken Gallner am Dienstag in Erfurt. Insgesamt sei die Zahl der neuen Verfahren um 19 Prozent auf 1.064 Verfahren zurückgegangen.
Besonders deutlich fiel das Minus Gallner zufolge bei den Nichtzulassungsbeschwerden aus. Sie machten mit 703 Verfahren rund zwei Drittel aller Eingänge aus. Auch Revisionen und Rechtsbeschwerden im Beschlussverfahren nahmen deutlich ab.
Kürzere Verfahrenszeiten
Die durchschnittliche Dauer der erledigten Verfahren sei 2025 auf fünf Monate und sechs Tage gesunken, sagte die Behördenleiterin. Im Vorjahr habe ein Verfahren noch knapp neun Monate gedauert. Gleichzeitig habe das Gericht mehr Verfahren abschließen können, als neu eingegangen seien. 1.185 Verfahren wurden im Berichtsjahr erledigt. Das seien 121 mehr als neu hinzugekommen sind. Der Bestand anhängiger Verfahren verringerte sich damit weiter auf 405 Fälle. Das stellt laut Gericht den niedrigsten Stand seit Jahren dar.
Die Erfolgsquote bei Revisionen und Rechtsbeschwerden lag bei rund 33 Prozent. Auch diese Zahl lag unter dem Vorjahreswert. Ebenso blieben Nichtzulassungsbeschwerden laut Gallner weiterhin nur selten erfolgreich.



