Bündnis fordert verbindliche Mobilitätsgarantie

Bündnis fordert verbindliche Mobilitätsgarantie
Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Umweltverbänden und der evangelischen Kirche fordert, die Erreichbarkeit von lebenswichtigen Einrichtungen gesetzlich zu verankern. Zudem soll der Rad- und Fußverkehr gestärkt werden.

Berlin (epd). Das „Bündnis sozialvertägliche Mobilitätswende“ hat eine verbindliche Mobilitätsgarantie in Deutschland gefordert. Die Erreichbarkeit etwa von Supermärkten, Arztpraxen, Schulen oder Krankenhäusern soll gesetzlich verankert werden, erklärte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Dienstag in Berlin. Zudem verlangt das Bündnis faire Arbeitsbedingungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs.

Ziel sei ein flächendeckendes, barrierefreies Grundangebot, das Teilhabe unabhängig von Wohnort und Einkommen ermöglicht. Regionale, kommunale und überregionale Verkehrsmittel sollten so vernetzt werden, dass sie gemeinsam mit Rad- und Fußwegen sowie Sharing-Angeboten nahtlos zusammenwirken könnten.

Vulnerable Gruppen profitieren

Von der Erreichbarkeit zentraler Einrichtungen der Grundversorgung würden alle profitieren, insbesondere vulnerable Gruppen, argumentierte das Bündnis: „Ein konsequentes Zusammendenken von Mobilität und Versorgung ermöglicht eine klima- und sozial gerechte Mobilität für alle Menschen.“

Die Forderungen sind Teil eines neuen Positionspapier unter dem Titel „Mobilität ist Daseinsvorsorge“. Zu dem Bündnis gehören den Angaben zufolge unter anderem die Gewerkschaften IG Metall, ver.di und DGB, der Sozialverband VdK, die Arbeiterwohlfahrt, der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund), Nabu und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).