Berlin (epd). In Berlin haben 2025 rund 177.000 Geflüchtete gelebt. Damit bestehe die Bevölkerung der Hauptstadt zu etwa fünf Prozent aus Geflüchteten, sagte die Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial am Mittwoch. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl leicht zurückgegangen. Die größte Einzelgruppe, ukrainische Geflüchtete, wuchs um 5.235 auf 57.070 Personen an.
Kinder und Jugendliche machten rund ein Viertel der Geflüchteten aus. Jedoch würden aufgrund des russischen Krieges in der Ukraine auch mehr Seniorinnen und Senioren nach Deutschland kommen.
1.557 geflüchtete Erstsemester
Unter den Ukrainerinnen und Ukrainern habe Berlin demnach bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote. Die Beschäftigungsquote steige zudem besonders bei syrischen Staatsangehörigen und Frauen. Zwei Drittel der Geflüchteten arbeiteten als Fachkraft oder auf höherem Anforderungsniveau. Zudem studierten 1.557 Personen aus Hauptherkunftsländern im ersten Semester. Sie machten damit einen Anteil von 3,4 Prozent aller Erstsemester aus. Diese Zahl habe sich seit 2013 mehr als verdoppelt.
Niewiedzial sagte, die Zahlen zeichneten ein differenziertes Bild eines „doch stark negativen Diskurses“ über Migration: „Ich möchte, dass wir aufhören, negativ über Migration und Flucht zu reden.“ Das Ankommen von geflüchteten Menschen sei „einer der komplexesten gesellschaftlichen Prozesse“.
Die Zahlen basierten auf Angaben der jeweiligen Senatsverwaltungen. Als Geflüchtete definierte die Studie Personen, deren Aufenthaltsstatus einen humanitären Zweck hat.



