Wiesbaden (epd). Die Zahl der stationären Behandlungen von Endometriose in Deutschland ist binnen zehn Jahren um 50,1 Prozent gestiegen. Waren es im Jahr 2014 gut 25.100 klinisch behandelte Frauen, so gab es 2024 rund 37.700 Fälle, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag aus Anlass des Weltfrauentages (8. März) in Wiesbaden mitteilte. Endometriose ist eine gutartige, jedoch chronisch verlaufende Erkrankung. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle. Es siedelt sich an den Eierstöcken, im Bauch- und Beckenraum, am Darm oder Bauchfell an.
Grund für diesen hohen Anstieg der Behandlungszahlen kann laut den Statistikern nicht nur ein höheres Krankheitsaufkommen sein, sondern auch ein verstärktes Bewusstsein für die Krankheit bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten. Gut neun von zehn Patientinnen (91,1 Prozent), die wegen Endometriose in Kliniken behandelt wurden, waren zwischen 20 und 49 Jahren alt.
Weniger Eingriffe wegen Myomen
Aufgrund eines Myoms der Gebärmutter wurden 2024 gut 48.700 Frauen behandelt. Das waren 26,6 Prozent weniger als 2014 (66.300). Auch die Zahl der Gebärmuttersenkungen ist binnen zehn Jahren um 4,6 Prozent auf 46.100 gesunken.
Zu den häufigsten Gründen für einen stationären Krankenhausaufenthalt von Frauen zählten den Angaben nach 2024 Herz-Kreislaufkrankheiten wie etwa Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern (12,8 Prozent aller Patientinnen), Verletzungen und Vergiftungen (10,4 Prozent) sowie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (9,4 Prozent).


