Stäblein erinnert an Verfolgung von Christen weltweit

Stäblein erinnert an Verfolgung von Christen weltweit
In der Passionszeit erinnert die Kirche auch an das Leid verfolgter Christinnen und Christen weltweit. Dieses Jahr stehen die Menschen in Syrien im Mittelpunkt.

Berlin (epd). Der Berliner evangelische Bischof Christian Stäblein hat an die Verfolgung von Christen in anderen Ländern erinnert. Rund um den Globus würden schätzungsweise mehr als 380 Millionen Christinnen und Christen wegen ihres Glaubens verfolgt und bedrängt, erklärte Stäblein am Samstag in seinem „Wort des Bischofs“ auf der RBB-Hörfunkwelle 88,8: „Das ist für uns, die wir in einer Zeit und in einem Land leben, in dem wir die Freiheit unseres Glaubens leben können, schwer vorstellbar.“

Am Sonntag wird in den Kirchengemeinden der Sonntag Reminiscere gefeiert, auf Deutsch: „Erinnere“. Dabei wird traditionellerweise immer auch an verfolgte Christinnen und Christen weltweit erinnert.

Leidvolle Geschichte in Syrien

In diesem Jahr liegt der Fokus auf den Christen in Syrien: „Sie blicken auf eine lange leidvolle Geschichte“, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). „Allein das letzte Jahrzehnt ist geprägt vom Krieg gegen das eigene Volk, dem Ende der Assad-Diktatur hin zu einer jetzt islamistischen Regierung.“ Viele Christinnen und Christen hätten das Land verlassen.

Stäblein predigt am Sonntag in der Berliner St. Marienkirche auf dem Alexanderplatz anlässlich des Sonntags Reminiscere. Mitwirken werden auch Mitglieder der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde von Antiochien in Berlin. Vor Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 lebten laut EKBO rund 1,5 Millionen Christen in Syrien. Heute sei die Zahl auf 300.000 gesunken. Rund 120 Kirchen seien in dem Bürgerkrieg zerstört worden.