Köln (epd). Die Zahl gemeldeter Gewaltvorfälle in nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten ist 2025 einem Zeitungsbericht zufolge im Vergleich zum Vorjahr um fast 80 Prozent gestiegen. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag) beruft sich auf ein Papier des Familienministeriums, wonach die Landesjugendämter im vergangenen Jahr 4.718 Übergriffe meldeten; 2024 waren es den Angaben nach noch 2.680.
Die deutlich gestiegenen Zahlen seien „ein Beleg dafür, dass mehr Fälle ins Hellfeld rücken und nicht mehr unentdeckt bleiben“, zitierte die Zeitung die neue Familienministerin Verena Schäffer (Grüne). Die Daten machten aber auch deutlich, „dass wirksamer Kinderschutz eine gute Zusammenarbeit aller Akteure“ brauche.
Kinderschutzbund: Gewalt Folge unzureichender Personalausstattung
Der Landesgeschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in NRW, Michael Kutz, sagte der Zeitung, die zunehmenden Gefährdungsfälle seien „nicht zuletzt Folge einer unzureichenden Personalausstattung und des Abbaus von Standards zur Ausbildung und Qualifikation, die inzwischen zu einer erheblichen Überlastung der Kitas und des Personals führen“.


